Anfängertipps fürs Investieren

Okay! Ich habe dich neugierig gemacht und du hast auch Lust dein angespartes Geld für dich arbeiten zu lassen? Auf deinem Konto befindet sich bereits ein kleines Geldpolster und Schulden hast du auch nicht mehr? Dann gibt es hier erstmal 5 Anfängertipps fürs Investieren – so startest du richtig:

Anfängertipp 1: Investiere nur Geld, dass du wirklich übrig hast!

Du hast da dieses Sümmchen, das auf deinem Sparbuch vor sich hin dümpelt. So wirklich brauchst du es gerade nicht. Und die Inflation frisst es eh langsam auf. Also ran an die Börse? Achtung, mach dir bewusst: Der Finanzmarkt kann um 50% einsacken und 5 bis 10 Jahre brauchen um sich wieder zu erholen. Und das kann einen Tag nach deinem Investment passieren! Du planst eine grosse Auszeit und Weltreise in den nächsten zwei Jahren? Möchtest du ein Haus oder eine Wohnung kaufen? Dann überlege dir dreimal wie du investieren möchtest!

Ich schreibe dies und bin persönlich eine Vertreterin von langfristigem Investieren. Das Geld, welches ich investiere, will ich definitiv nicht in den nächsten 5 Jahren anrühren. Eher noch, ich werde es für „immer“ auf der Bank lassen und irgendwann anfangen nur Überschüsse abzuheben. Verkaufe einfach nie: Ich investiere jetzt seit zweieinhalb Jahren und ich habe noch nichts verkauft. Diese imaginäre Hürde ist nicht schlecht und ich bewahre sie gern auf. Ja, wahrscheinlich ist der „Verkaufen“-Knopf recht einfach zu finden aber bis jetzt habe ich ihn absichtlich ignoriert.

Wenn du nicht abhebst, lässt du stattdessen den Zinseszinseffekt für dich arbeite: Wenn du 300€ anlegst, kannst du in etwa erwarten, für den Rest deines Lebens jeden Monat 1€ abheben zu können ohne die 300€ selbst anrühren zu müssen. Und wenn du nichts abhebst? Dann verdoppelt es sich alle 10 bis 12 Jahre. Mit etwas Glück würden also 300€ die ich jetzt mit 25 Jahren anlege bei meinem Renteneintrittsalter 16 mal so viel wert sein: Also 4800€!

Anfängertipp 2: Warte nicht auf die grossen Summen, leg los wenn du 25€ pro Monat übrig hast

Sobald du Geld hast, welches wirklich übrig ist, brauchst du nicht länger zu warten. Wertpapiersparpläne kannst du zum Beispiel bei der Comdirect Bank (Meine Bank. Das ist kein Affiliate Link von mir, ich verdiene nichts. Einfach eine Vergleichsseite, über die du dir noch eine kleine Prämie sichern kannst.) ab 25€ pro Monat aufsetzen, es gibt also keinen Grund zu warten, bis du ein Sümmchen zusammen hast. Und ehrlich gesagt ist es super sofort loszulegen! Mit kleinen Summen übt es sich besser! So kannst du dich langsam dran gewöhnen, dass dein inverstiertes Geld mal hoch, mal runter geht. Zu erfahren wie es ist, passiv Geld zu verdienen motiviert dich hoffentlich auch, deine Ausgaben zu verringen um mehr zu investieren.

Anfängertipp 3: Nimm dir Zeit für Recherche, aber setze dir ein Datum wann es mit dem Investieren losgeht!

Investieren ist mit vielen Unsicherheiten verbunden, es sind viele Entscheidungen zu treffen. Es gibt unendlich viel was du lesen könntest. Deshalb: Nimm dir die Zeit! Albert Warnecke von der Finanzwesir (guter Blog zum Einlesen!) sagt, es kann an die 40 Stunden dauern, alle Konzepte verstanden zu haben und eine informierte Entscheidung zu treffen. Wenn du dich hier und da abends mal zwei Stunden einliest können sich diese 40 Stunden locker mal über 3 Monate erstrecken. Ich selbst habe damals mein Depot bei der Comdirect im August eröffnet, mit der wagen Idee irgendwie investieren zu müssen. Gekauft habe ich dann erst am 31. Dezember. Ich hatte den festen Vorsatz noch in 2015 loszulegen und habe die Tage nach Weihnachten genutzt, um mir nochmal über alle Details klar zu werden. Und das ist auch schon der zweite Punkt hier: Setze dir ein Ziel, einen Tag, vielleicht in 3 Monaten, in denen du dein erstes Wertpapier käufst! Das wird dir am Ende helfen zielstrebig zu bleiben.

Anfängertipp 4: Probier dich an einem Musterdepot aus

Die allermeisten Banken bieten ein Musterdepot an (Dies ist auch bei der Comdirect der Fall). Hier kannst du so tun als ob, ein Musterdepot ist an sich eine Simulation. Du kannst Aktien und ETFs “kaufen”, ohne etwas zu bezahlen und dann schauen, wie der Wert deines Depots hoch oder runter geht. Investieren als Trockenübung sozusagen. So lernst du die Webseite deiner Bank zu gebrauchen Es kann aber auch ganz schön deprimierend sein. Ich habe damals mein Musterdepot mit Sachen wie Amazon und Netflix gefüllt, die seitdem unglaublich in die Höhe geschossen sind. Die Rendite meines Musterdepots stellt die Rendite meines echten Depots bei weitem in den Schatten. Also pass auf, lass dich durch ein Musterdepot nicht zu Dummheiten verleiten. Im Musterdepot zuzuschauen, wie Hebelprodukte unheimliche Gewinne erzielen können ist nicht unbedingt hilfreich wenn du eine bedachte und auf minimales Risiko setzende Anlegerin werden möchtest. Kann natürlich auch in die andere Richtung gehen und an Wert verlieren, dann kannst du dich freuen kein echtes Geld investiert zu haben.

Anfängertipp 5: Durchlebe deinen ersten Abschwung an der Börse bevor du mehr als ein bisschen ‚Spielgeld‘ investierst

Ich hatte meinen ersten Abschwung sofort. Ich glaube vier Tage nach meinem Aktienkauf ging es hinunter. Einige meiner Wertpapiere waren zeitweise 20% im Minus. Zum Glück hatte ich damals noch nicht voll investiert und hatte auch noch einige Ersparnisse um weitere ETFs zu kaufen als die Märkte richtig schlecht standen. Es gilt also auszuloten: Wie viel Risiko in deinem Depot kannst du ertragen? Wie viel Prozent darf es mal runter gehen, bevor du die Nerven verlierst? Erst wenn alle Zahlen rot sind und dein Erspartes zu verdampfen erscheint weisst du, ob du wirklich einen kühlen Kopf bewahren kannst oder ob „das mit der Börse“ nicht vielleicht doch zu nervenaufreibend ist. Danach kannst du dann erfühlen welche “Mischung” für dich die langfristig passendste ist: Nur 20% an der Börse und 80% als Festgeld? Oder sind deine Nerven stark genug um 80% deines Ersparten an der Börse Achterbahn fahren zu lassen?

Ich hoffe ich konnte dir mit diesen Anfängertipps fürs Investieren helfen. Also los geht’s! Schnapp dir ein Buch oder einen Blog zum Passiven Investieren (Zum Beispiel den Finanzwesir), setz dir ein Datum, und lies dich schlau 🙂 Dich plagen noch Zweifel wegen der Risiken oder Gewissensbisse? Absolut nachvollziehbar, teilweise auch zu Recht! Trag dich in den Newsletter ein, denn über Risiken und Gewissensfragen schreibe ich demnächst!

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